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Wer jetzt Ende August die Gartenscheune aufräumt, hat im Frühjahr gewonnen. Feuchte Erde an Blattklingen, Harz an Sägeketten, getrockneter Saft an Schneidwerkzeugen – all das frisst sich über den Winter ins Material. Rostige Klingen und schwergängige Gelenke sind aber fast nie ein Grund zum Ersatz: Mit einer Stunde Arbeit holen Sie auch ältere Geräte wieder auf Vordermann. Diese Anleitung führt Sie durch die komplette Pflege – von der Ernteschere bis zum Rasentrimmer – und erklärt, was vorher, während und nach der Saison zu tun ist.
Der Spätsommer ist die Schnittsaison zweiter Klasse: Hecke wächst noch einmal nach, Obst wird geerntet, Stauden werden zurückgeschnitten. Gleichzeitig sinken die Temperaturen abends spürbar – Tau und Regen setzen nassen Geräten zu. Wer jetzt putzt, schärft und ölt, erledigt die Pflegerunde genau dann, wenn die Geräte ohnehin vom letzten Einsatz kommen und vor dem Winter noch einen Restlauf haben. Praktisch heißt das: reinigen nach jedem Einsatz, Grundreinigung und Schärfen jetzt im Spätsommer, Endkontrolle beim Einlagern im Herbst.
Schneidwerkzeuge leiden unter drei Dingen: Pflanzensaft, Feuchtigkeit und mechanischem Verschleiß. So gehen Sie vor:
Besonders bei Akku- und Elektrogeräten gilt: Gerät ausschalten, Akku entnehmen bzw. Stecker ziehen, bevor Sie an Messern oder Klingen arbeiten. Das klingt selbstverständlich, wird aber jedes Jahr für Verletzungen sorgen.
Die Gardena FreshCut Ernteschere mit ihrer 47-mm-Präzisionsklinge aus Edelstahl ist ein gutes Beispiel, warum Material bei der Pflege mitentscheidet: Edelstahl rostet deutlich träger als Werkzeugstahl, braucht also weniger Ölpflege – ein kurzes Abwischen nach dem Einsatz reicht meist. Die Sicherheitskappe schützt Klinge und Finger in der Schublade. Wer Kräuter und Gemüse erntet, sollte die Schere zusätzlich desinfizieren, weil sie direkt mit Lebensmittel in Berührung kommt.
Bei der Gardena AssistCut Akku-Gartenschere gilt es zwei Extra-Regeln zu beachten: Der Sensor-Extra-Power-Mechanismus verträgt kein eindringendes Wasser – Gehäuse nur feucht abwischen, niemals abspritzen. Und Laden Sie den Akku über den USB-C-Anschluss vor der Einlagerung auf etwa 50 bis 70 Prozent, nicht leer und nicht voll. Auch wichtig: Der Bypass-Schnitt ist für grüne Äste bis 25 mm ausgelegt. Trockenes, hartes Holz überlastet die Klinge und hinterlässt Ausbrüche, die sich nur schwer ausschleifen lassen – das ist der häufigste Grund für früh defekte Gartenscheren.
Für die FreshCut und andere Ernte- und Gartenscheren genügt ein feiner Schleifstein oder Schärfdiamant mit 600 bis 1000 Körnung:
Häufige Fehler: zu scharfer Winkel (Klinge rollt ab), Schmirgelpapier quer zur Schneide und das Vergessen des Grates. Nach dem Schärfen schneidet die Schere papier statt Scherung – das ist der Test.
Pflanzer, Kratzer und Spaten vertragen mehr als Scheren – trotzdem lohnt die Pflege. Erdreste von der Gardena Pflanzer-Spitze mit dem rostfreien Zinkdruckguss-Kopf trocknen lassen und abbürsten; die 19,5 cm Arbeitslänge macht ihn auch für tiefe Pflanzlöcher im Herbst tauglich, etwa beim Setzen von Zwiebeln und Stauden. Wichtig ist das Holzteilstück: Stiele trocken lagern, niemals gegen die Heizung – sonst reißt das Holz.
Beim Gardena combisystem-2in1 Fugenkratzer lohnt ein Blick auf die Edelstahlklinge und den Edelstahlbügel: Beide sind pflegeleicht, aber Fugenmörtelreste und Kalk setzen sich mit der Zeit an. Ein Bad in warmer Essiglösung für zehn Minuten löst Kalk, danach abspülen und trocknen. Der große Vorteil des combisystems: Der Kratzer steckt auf allen cs-Stielen, und mit dem combisystem-Aluminiumstiel 150 cm arbeiten Sie aufrecht statt kniend – für den Rücken die beste Pflegemaßnahme überhaupt. Aluminiumstiele nach der Saison nur abwischen und trocken einlagern, mehr brauchen sie nicht.
Beim Gardena Akku-Rasentrimmer EasyCut 23/18V und der Elektro-Heckenschere EasyCut 420/45 sind vor der Einlagerung drei Punkte entscheidend:
Der Gardena Softsprüher 0,45 l mit Brausekopf und Feinstrahl-Düse ist unscheinbar, aber gerade Zerstäuber gehen gern kaputt – nicht durch Verschleiß, sondern durch eingetrocknete Reste. Nach dem letzten Einsatz Wasser aus dem Tank ablassen, mehrfach mit klarem Wasser durchsprühen bis die Düse frei sprüht, dann offen und trocken lagern. Mit Düse und Brausekopf versorgt der 0,45-l-Sprüher Setzlinge und Stecklinge auch auf der Fensterbank im Frühjahr – wer ihn jetzt sauber macht, hat ihn dann einsatzbereit.
Der Spätsommer bringt nicht nur Pflegeaufgaben, sondern auch das erste Laub. Wer Geräte reinigt, hat ohnehin Hände voll Schnittgut und Laub – hier lohnt sich eine Ordnungslösung gleich mit. Der GardenMate Gartensack PROFESSIONAL 400 Liter aus verstärktem PP-Gewebe mit 80 cm Durchmesser nimmt große Mengen auf und lässt sich mit Robustheit auch unter schweren Laubballen füllen. Für kleinere Gärten oder den schnellen Einsatz zwischendurch ist der Gartensack Pop Up 160 Liter aus Oxford 600D Polyester praktischer: Spiralfeder-Rahmen aufstellen, befüllen, zusammenfalten – er passt danach in fast jeden Schuppenwinkel. Beide Säcke vor der Einlagerung ausschütteln, ausbürsten und trocknen lassen, damit sich kein Schimmel bildet.
Am Ende zählt der Ort: Ein frostfreier, trockener Raum mit stabiler Temperatur ist ideal. Diese Reihenfolge hat sich bewährt:
Diese Stunde im Spätsommer zahlt sich doppelt aus: Ihre Geräte halten Jahre statt Saisons, und der erste Frühjahrseinsatz startet ohne Frust und Werkstatttermin. Wer außerdem beim Aufräumen gleich sein Beet-Set ordnet – Pflanzschilder, Bindematerial, Vlies –, legt die Basis für einen reibungslosen Saisonstart.
Gartenwerkzeuge sterben selten an Gebrauch – sie sterben an ignorierten Erdresten, Harzklümpchen und nassen Wintern im Schuppen. Reinigen Sie nach jedem Einsatz, schärfen Sie Schneidwerkzeuge im Spätsommer, lagern Sie Akkus teigelladen und trocken, und ordnen Sie Laubsäcke und Zubehör gleich mit. Mit der hier gezeigten Routine bleiben auch preiswerte Geräte dauerhaft zuverlässig – und teure Akku- und Elektrogeräte von Gardena behalten ihre Präzision über viele Jahre.
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